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PAPST ZITIERT AUS TERESAS VATERUNSERKOMMENTAR
Benedikt XVI. erwähnt die hl. Teresa während des Angelusgebets
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Communicationes
Rom - Italien (25-07-2010).- Während des Angelusgebets in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo hat der Papst ausdrücklich die hl. Teresa erwähnt.

Vor den versammelten Gläubigen stellte der Hl. Vater einige Betrachtungen über das Vaterunser an, “wohl die ersten Schriftworte, die wir als Kinder lernen. Sie prägen sich dem Gedächtnis ein, formen unser Leben und begleiten uns bis zum letzten Atemzug.”

Als Bittgebet ist es Ausdruck unserer materiellen und geistlichen Nöte, “doch geht es nicht um die Erfüllung oberflächlicher Wünsche, sondern vielmehr darum, in die Freundschaft mit Gott hineinzuwachsen”, wie es die Wüstenväter und die Kontemplativen aller Zeiten getan haben, die durch dieses Gebet zu “Gottesfreunden” wurden.

In diesem Zusammenhang zitierte Benedikt XVI. aus der Stelle im Vaterunserkommentar der hl. Teresa in ihrem “Weg der Vollkommenheit”, wo es heißt: “Bitten wir Gott, uns für immer von allem Bösen zu erlösen. Wenn unser Wunsch danach nicht so vollkommen ist, zwingen wir uns wenigstens, die Bitte zu äußern. Was kostet es uns schon, um viel zu bitten, da wir es von einem Mächtigen erbitten?” (CE 72,6).

Benedikt XVI. stellt die hl. Teresa vor

Diese ausdrückliche Erwähnung der hl. Teresa stellt in den Ansprachen und Schriften Benedikts XVI. keinen Einzelfall dar. Er hat sie immer wieder als Modell für das geistliche Leben hervorgehoben und auf ihre Suche nach der Wahrheit und ihre Treue Gott gegenüber hingewiesen, so etwa in Ansprachen an Jugendliche, Eheleute und Kranke.

Auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 nannte er sie neben Franz von Assisi, Ignatius von Loyola, Mutter Teresa von Kalkutta und Dominikus als Modell für ein gelungenes Leben, ebenso in seiner Predigt in der Heiligen Nacht 2005.

Ferner nennt Benedikt XVI. die hl. Teresa von Jesus und den Doctor Angelicus (Thomas von Aquin) in Nr. 55 des Postsynodalen Apostolischen Dokuments “Sacramentum Caritatis” aus dem Jahr 2007, wo es um die Praxis der geistigen Kommunion geht.

Bei Generalaudienzen und beim Angelusgebet hat der Papst die hl. Teresa mehrfach erwähnt; so zitierte er beim Angelusgebet am 19. November 2006 ihr Wort “Alles geht vorüber, Gott bleibt derselbe”.

Während der Generalaudienz am 14. Oktober 2009 präsentierte er die hl. Teresa als Modell für junge Leute, Kranke und junge Eheleute: “Euch, liebe Jugendliche, möge die hl. Teresa bezeugen, dass es wahre Liebe ohne die Wahrheit nicht geben kann. Euch, liebe Kranke, möge sie verstehen helfen, dass Christi Kreuz das Geheimnis einer Liebe ist, die alles menschliche Leiden erlöst. Euch, junge Eheleute, möge sie die Treue zu Gott lehren, die jedem von uns seinen eigenen Lebensauftrag gibt.”
Communicationes n. 153 [26.07.2010]
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© Carmelitas Descalzos, Curia General - ROMA